FRIEDRICHSHAFEN (sz) Das Streicherensemble des Orchestervereins hat eine Konzertreise zur französischen Partnerstadt St. Dié unternommen. Dabei hat das Ensemble das Vergnügen des Musizierens mit dem Gedanken des deutsch-französischen Kulturaustauschs verbunden.
In den frühen Morgenstunden trafen sich 39 Musikerinnen und Musiker des Orchestervereins, zum Teil in Begleidung ihrer Partner, um in einem Bus samt Instrumenten und technischer Ausrüstung in Richtung Lothringen zu starten. Nach einer fünfstündigen Busfahrt, unterbrochen durch eine Kurzbesichtigung des Münsters in Breisach, traf das Orchester in der Partnerstadt ein. Dort wurde es vom Kulturreferenten empfangen, mit großzügiger Gastfreundschaft aufgenommen und mit einer viergängigen Verköstigung im "Espace François Mittérand" geradezu verwöhnt, berichtet die Reisegruppe.
Solchermaßen gestärkt begaben sich die Musiker zu einer Orchesterprobe in das Kulturzentrum "Espace Georges Sadoul", um sich für den Konzertabend mit der Akustik des Saals vertraut zu machen. Bevor das eintrittsfreie Konzert um 20.30 Uhr startete, konnten die Mitwirkenden beim Abendimbiss Energie tanken.
Beste Stimmung
Der Orchesterverein hatte die Ehre, das Eröffnungskonzert für ein Kulturfestival der Stadt zu gestalten. Zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart erklang sein Divertimento Nr. 136 in D-Dur, auch bekannt als eine seiner "Salzburger Sinfonien". Sonja Heinzelmann, eine junge Geigerin aus Tettnang, war die Solistin im Konzert "Der Frühling" aus den "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi. Es folgten "Aus Holbergs Zeit" von Edvard Grieg und eine Streichersinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die bekannte "Simple Symphony" von Benjamin Britten rundete das Programm ab. Den begeisterten Zuhörern dankte das Orchester mit einem Satz aus dem Mozart-Divertimento. Der Abend wurde gefeiert und klang in bester Stimmung zu später Stunde aus.
Programm wird wiederholt
Der Vorsitzende des Orchestervereins, Hans-Martin Hell, bedankte sich am folgenden Morgen beim Frühstück über den Dächern von St. Dié im "Tour de Liberté" für die überaus herzliche Aufnahme in St. Dié mit einem großen Aquarell des Bodensees, geschaffen vom Arzt, Maler und Kontrabassisten Dr. Wilhelm Schmidt. Der Kulturreferent Gérard Barbot würdigte die Leistung des Orchesters und schenkte dem Dirigenten, MD Joachim Trost, ein druckfrisches Exemplar des neuen Bildbandes über St. Dié. Die angenehme Begegnung führte zum Wunsch, sich erneut zu besuchen. An das Kammerorchester St. Dié erging die Einladung, in Friedrichshafen zu konzertieren. Die Heimfahrt wurde zu einem Kurzbesuch des Museums "Unter den Linden" in Colmar genutzt. Gunhild Hell, die Konzertmeisterin des Orchesters, hatte die Reise vorbildlich organisiert.
Das Programm dieses Konzertes wird wiederholt bei einer Matinée zum Muttertag am Sonntag, 14. Mai, 11 Uhr, im Barocksaal des Klosters Weissenau. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, das sonst in voller sinfonischer Größe auftretende Orchester in reiner Streicherbesetzung zu hören. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird gebeten.
(Stand: 10.05.2006 00:16)
Am 19. Mai 2006 schreibt der Bürgermeister von Saint-Dié an seinen Kollegen in Friedrichshafen:
Monsieur le Maire et Cher Collègue, Cher Josef,
Le 6 mai dernier, nous avons eu le plaisir d'accueillir, à l'occasion d'un concert à l'Espace Georges Sadoul, l'orchestre symphonique de Friedrichshafen.
Je tenais à vous faire part de la grande qualité de la prestation qui nous a été offerte et vous prie de bien vouloir transmettre au Chef d'Orchestre mes plus vives félicitations.
Vous trouverez ci-joint les coupures de presse enthousiastes se rapportant à cet événement.
Vous en souhaitant bonne réception,
Je vous prie d'agréer, Monsieur le Maire et Cher Ami, l'expression de mes sentiments les meilleurs et les plus distingués.
Christian Pierret
Dazu schickt er u.a. die folgende Presseveröffentlichung:
L'EST REPUBLICAIN / LA LIBERTE DE L'EST, 8 MAI 2006
ORCHESTRE SYMPHONIQUE DE FRIEDRICHSHAFEN
En ouverture de la bien nommée manifestation "En mai, écoute ce qu'il te plaît", désormais partie intégrante du calendrier culturel déodatien, l'espace Georges-Sadoul a accueilli samedi soir l'orchestre symphonique de Friedrichshafen qui a gratifié les spectateurs d'un concert de haute volée.
Plusieurs centaines de personnes ont en effet pu apprécier le talent des amateurs et professionnels de la région du lac de Constance qui déclinent avec brio et sensibilité les grandes oeuvres symphoniques des musiques classique et romantique.
Sous la baguette de MD Joachim Trost, la trentaine de musiciens (sur les 90 que compte la formation en grand orchestre) a successivement interprétée des oeuvres de Felix Mendelssohn-Bartholdy, de Wolfgang Amadeus Mozart, d'Eduard Grieg, de Benjamin Britten, d'Arvo Pärt, de Barber ou encore d'Antonio Vivaldi.
Plaisir des oreilles, un tel concert est aussi plaisir des yeux devant le ballet des archers qui glissent tantôt à la verticale, tantôt à l'horizontale, dans une remarquable synchronisation.
Séduits, les mélomanes présents dans la salle ont chaleureusement applaudi la prestation des musiciens de la ville allemande jumelee avec Saint-Dié-des-Vosges, lesquels ont offert avec générosité un beau moment de virtuosité et d'émotion qui témoigne une nouvelle fois des relations amicales qu'entretiennent les deux villes.











| Notre programme pour instruments à cordes | |
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Mozart Vivaldi Britten Mendelssohn Grieg |
Divertimento en Ré majeur Les Quatre Saisons: Printemps Simple Symphony for Strings Symphonie à cordes en Si mineur Suite: "Au temps de Holberg" |



























