Unser Dirigent
Spielen
Sie mit ihm die großen Sinfonien, wenn Sie das Solistendasein im
stillen Kämmerlein leid sind und den Nervenkitzel der GZH-Bühne
kennen lernen wollen!
MD Joachim Trost, in Bruchsal geboren, studierte nach dem Abitur von 1980 - 1984 Schulmusik und Dirigieren an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim. Neben weiteren Kapellmeisterstudien folgte ein Gesangsstudium, das er mit der Diplomprüfung abschloß.
Sein Dirigierstudium setzte er bei Professor Manfred Schreier an der Musikhochschule Trossingen fort und legte 1990 die künstlerische Reifeprüfung als Dirigent mit sehr gutem Erfolg ab. Weitere Studien folgten u.a. bei Helmuth Rilling.

Seit 1978 leitet er verschiedene Chöre und Orchester. 1988 gründete Joachim Trost den Kammerchor Tettnang. 1989 übernahm er die künstlerische Leitung des Philharmonischen Chores Friedrichshafen. Seit 1993 leitet er das Sinfonieorchester Friedrichshafen. Gastdirigate führten ihn u.a. mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und der Württmbergischen Philharmonie Reutlingen zusammen.
Im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit brachte er viele oratorische Standardwerke zur Aufführung. Neben den Requiemvertonungen von Verdi, Brahms, Mozart und Fauré hat er schon wiederholt den "Elias" und "Paulus" von Mendelssohn, die "Carmina burana" von Orff, Rossinis "Stabat mater" und Händels "Messias" aufgeführt.
Als Orchesterdirigent hat er sich mit der Aufführung von Sinfonien und Solokonzerten von Beethoven, Brahms, Dvořák und Bruckner primär dem klassisch / romantischen Repertoire verschrieben.
Am Beginn seiner Arbeit beim Orchesterverein / Sinfonieorchester Friedrichshafen traf er u.a. folgende Feststellungen:
"Als Dirigent aus Leidenschaft hat mich die Aufgabe in diesem renommiertesten Laienorchester, das es in der Region gibt, außerordentlich gereizt."
"Mir macht es unheimlich Freude, mit vielen Menschen zu musizieren und gemeinsam das Beste zu erreichen, das möglich ist."
"Ich sehe mich als Dirigent im Dienst des Orchesters stehend und nicht umgekehrt. Das soll jedoch nicht heißen, daß auf Fleiß und kontinuierliche Probenarbeit nicht der größte Wert gelegt wird."
Soviel zu den Zielvorstellungen unseres Dirigenten.
Es ist interessant, zu verfolgen, wie er seiner "Truppe" in den wöchentlichen Proben seine Zielvorstellungen von Orchestermusik zu vermitteln versucht.
"Nomen est omen": Nach diesem Prinzip tröstet er sich und seine "Kontrahenten" immer wieder über sich einstellen wollende Frustrationen hinweg. So fleht er - nach einem Moment der inneren Sammlung - die "Solisten" in der 2.Geige in folgender Weise an:
"Bitte nicht spielen, wenn Ihr's nicht schafft. - Ihr dürft ja (bei der Aufführung) dabei sein". - Das sagt er dann denen, die bei der Generalprobe immer noch an derselben, etwas heikleren, Stelle ihre "Solos" hineinspielen.
Oder wenn nach einer leicht chaotischen Fortissimo-Passage immer wieder in der nachfolgenden Generalpause weitergeholzt wird, ermutigt er die Truppe: "Es ist allen verziehen, wenn Sie nur mit der Eins aufhören."
Schützend stellt er sich vor seine Bratschen, wenn er die "Erste" ermahnt: "Bitte, die Bratschen nicht totstechen, sie haben es oft genug schwer und selten was zu sagen."
Im Sinne seines oben angeführten Credos hat er über die Jahre ein tiefes Verständnis für die demokratischen Gepflogenheiten im Laienorchester entwickelt, was unverzichtbar ist, um das bei der Aufführung so erwünschte Bild des inneren Einklangs zwischen Dirigent und Orchester zu schaffen.
Einen Beweis hierfür lieferte er in der Generalprobe zur Schlosshofserenade, wo er verkündete: "Ihr habt mich überzeugt. Das Rubato wird gestrichen." - Die Gelegenheit bot sich, als die Hälfte der Mannschaft wiederum frisch-fröhlich über die seit langem vereinbarte Rubato-Stelle in der Fledermaus-Ouvertüre drüberbügelte.
Seine Methode der Orchestererziehung ist ohne Zweifel sehr erfolgreich. So schreibt z.B. S. von Bellersheim über ihn am 25.11.02 im Südkurier:
"Es ist ein Vergnügen, Trost dirigieren zu sehen. Seine Signale sind präzise, ausdrucksstark, unmissverständlich - und elegant. Die Kommunikation klappt vorzüglich, das Orchester reagiert sensibel auf seine Zeichen. Wunderbar durchsichtig, wie er die Klangfarben der von Smetana virtuos eingesetzten Instrumente zur Geltung zaubert."
Wenn Sie sich ein Bild machen wollen, wie er probt und versucht die "Individualisten" des Orchesters auf seine Vorstellungswelt einzustimmen, dann klicken Sie doch >> hier << und studieren seine ausdrucksvolle Agogik, wie er sie beim Probenwochenende mit den Streichern im November 2004 in Tettnang zum Einsatz brachte.
Was zum Beispiel seine Vorstellungen für das Sinfoniekonzert am 21. Dezember 2009 waren, erfährt man >> hier << bei einem Gespräch mit Herrn Lay vom Südkurier.